Das Suermondt-Ludwig-Museum zeigt unter dem Titel "Blicke, die bleiben" rund 100 Schwarzweiß-Fotografien aus der Sammlung Fricke.

Die Fotografien stammen von weltbekannten Fotografen wie August Sander, Lotte Jacobi, Robert Lebeck und Stefan Moses. Starke Porträts von starken Persönlichkeiten, in Szene gesetzt um ihren Charakter, ihren Charme und ihre Lässigkeit zu betonen.

Ob der Katalog das dringende Forschungsdesiderat der wissenschaftlichen Untersuchung der Ästhetik des Raucherporträts in s/w-Aufnahmen von den 1920er Jahren bis heute aufgreift, bleibt abzuwarten. Das Anbringen von Schockbildern an den Beschriftungstäfelchen ist jedenfalls nicht vorgesehen.

Ganz anders die aktuelle Ausstellung im KuK Monschau: Der 1944 in New York geborene MAGNUM-Fotograf Richard Kalvar konstruiert mit hintersinnigem Humor alltägliche Szenen zu augenzwinkernden Dramen, ohne dass seine Akteure sich dafür in Pose werfen.

Ob das schnauzbärtige Zwillingspaar im blumigen Karnevalskostüm oder die sich in einer Scheibe spiegelnde Frau, jedes Bild ist ein Hingucker ob der absurden Situation, aber nie mit voyeuristischer Intention.  \bep

20.10.2017-14.1.2018
„Blicke, die bleiben“
Suermondt-Ludwig-Museum

bis 5.11.
Eartlings – Richard Kalvar
KuK Monschau