Das "Kimiko"-Festival erhält einen Ableger auf dem Campus Melaten.

Von Richard Mariaux

In diesem Jahr wird es zwei „Kimiko“-Festivals geben. Eines rund um das LuFo im August, das andere auf dem Campus Melaten. Und das bereits am 23. und 24. Juni. Dass es kurzfristig und überhaupt zu einem Festival auf dem Campus Melaten gekommen ist, hat eine Hintergrundgeschichte.

Seit drei Jahren veranstaltet Rick Opgenoorth mit seinem Team als Jakobshof Aachen – Südstadt Kultur e.V. im Sommer im Garten und Hof des Ludwig Forum das mittlerweile etablierte Musik- und Kunstfestival „Kimiko“. 

Bereits im letzten Jahr dachte man über die Ausweitung des Festivals in Form von einem Ableger an einem anderen Ort nach. Nach dem Festival im August 2017 gab es dann doch einige Anwohnerbeschwerden, ob der Lautstärke an drei Tagen und Abenden – wobei alle eingehaltenen Auflagen für das Festival zwar rechtlich im grünen Bereich lagen – aber atmosphärisch getrübt, die Veranstalter über Alternativen nachdenken ließ. Als erstes hatte man den Vaalser Dreiländerpunkt im Blick.

Eine weitere, sich daraus entwickelnde Idee war die Vernetzung mit zwei starken Partnern in der Euregio. Und da kamen dann die Eupener Veranstalter von Chudoscnik Sunergia („Eupen Musik Marathon“) sowie der Club Muziekgieterij in Maastricht („Bruis Festival“) ins Spiel.

Unterstützung fanden sie bei Susanne Ladwein, Projektleiterin Kultur bei der Region Aachen, die ihre Hilfe bei der Antragstellung für Interreg-Fördermittel der EMR (Euregio Maas-Rhein) vor allem für die Bereiche grenzüberschreitendes Marketing und Werbung, gab. Das Projekt „Isle of Culture“ war geboren.

Zum ersten Mal wird es 2018 also zwei „Kimiko“-Festivals geben. „Das Kimiko Isle of Campus“ macht den Anfang. Gesucht wurde ein grenznahes Gelände. „Mit der Unterstützung von Thorsten Karbach von der Pressestelle der RWTH Aachen haben wir schnell einen geeigneten Ort mit der Wiese am Campus Boulevard gefunden“, erzählt Rick ­Opgenoorth.

Durch das Festival wird auch das ganze Campus-Gelände einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und auch die ein oder andere der hier ansässigen Hightech-Firmen wird die Gelegenheit nutzen. Das Gelände neben dem Halbrund des Campus-Boulevard ist für 4.500 Besucher ausgelegt.

„Die Zielgruppe ist zwar größtenteils studentisch, aber das Angebot der zwei Tage dürfte sicherlich auch für viele nichtstudierende Menschen in der Euregio spannend sein“.

Dass die Hochschullandschaft ein ,eigenes‘ Festival haben sollte, steht bei Hochschule und städtischen Satelliten wie Stadtmarketing und Einzelhandel wohl nicht infrage. Campus Melaten als Wissens- und Forschungslandschaft soll auch als Programmpunkt namens „The Knowledge“ Unterstützung bieten. Geplant sind Zelte, die mit Workshops zu Studium und Karriereformaten auch einen Wissenstransfer.

Der Partner SoS Events, spezialisiert auf diese Art von Karriere-Events („Students on Snow“) ist hier als Partner mit im Boot. Studentenfreundlich sind auch die Preise. Die Tageskarte ist im Vorverkauf für 18,50 bzw. 34,50 Euro (zzgl. Gebühr) für das Festivalticket erhältlich. In Planung sind zwei Bühnen sowie ein Elektro-Zelt. Die Gastronomie gibt es allen drei Ländern angelegt – die niederländische Frinkandel Special neben der belgischen Fritte und der deutschen Currywurst.  \

Das ­Programm
23.6. Katortz, Ante Perry, Das Lumpenpack, younotus, Jamaram, De Wolff, Faber (Electro-Zelt: Chris Brid) 24.6. Ray Temple, Parra for Cuva, Ansa Sauermann, Götz Widmann, Neufundland, Sookee, Turbostaat, Patrice \