Bewertung der Redaktion:
Gleich zu Beginn erleben wir, wie Ayka (Samal Yeslyamova) aus dem Krankenhaus flüchtet und ihr Neugeborenes dort im Stich lässt.

Viel schlimmer kann es wohl nicht kommen für diese getrieben wirkende Frau, denkt man – und wird in den folgenden 90 Minuten eines Schlechteren belehrt. Fast dokumentarisch hält die Wackelkamera unmittelbar drauf aufs weitere Schicksal der jungen Kirgisin, die es in der Hoffnung auf Geld und einen Job irgendwie nach Moskau geschafft hat, sich dort aber illegal aufhält und durch die Machenschaften von Menschenhändlern und skrupellosen Arbeitgebern in den Sog einer Abwärtsspirale gerät. Leider ist es einem dann als Zuschauer auch irgendwann tatsächlich zu viel, was alles an Negativereignissen auf die Protagonistin einprasselt, zumal ihr Hintergrund vage bleibt und man nur bedingt Empathie für sie aufbauen kann.  \    Peter Hoch