Bewertung der Redaktion:
Unter Fans wird das Regiedebüt des Amerikaners Ari ­Aster bereits als Horrorfilm des Jahres gehandelt und könnte gar zum Klassiker des Genres avancieren – zu Recht.

Denn lange hat es ein US-Kinofilm nicht mehr geschafft, ein derartiges Maß an Terror zu erzeugen wie „Hereditary“. Das gelingt mit höchst effektiven und widerlichen Schock­momenten, perfekt platziert in einer extrem unheimlichen Atmosphäre. Ein besonderes Vergnügen bereitet einmal mehr Toni Collette („The Sixth Sense“) in der Rolle einer Mutter, die nach und nach ein grausiges Geheimnis enthüllt.

Im psychologisch ausgefeilten Mikrokosmos einer nach einem grässlichen Unfall zerfallenden Familie wird die Spannungsschraube gnadenlos angezogen, bis das Ganze in einem gewagt übersinnlichen Finale mündet, das nicht nur Lovecraft-Kultisten entzücken dürfte.  \Karin Jirsak