Bewertung der Redaktion:
Auf den ersten Blick wirkt der zehnjährige Carlos Acosta wie ein ganz normaler Junge, der mit Freunden in den Straßen von Havannas Armenvierteln abhängt. Sein Vater, der von Sklaven abstammt, entdeckt jedoch das immense Talent seines Sohnes: das Tanzen.

Um es zu fördern und ihm Disziplin beizubringen, schickt er ihn auf eine spezielle Schule, wo der Junge widerwillig am Ballettunterricht teilnimmt. Dort hat Carlos trotz seiner Sturheit bald auch unter den Lehrerinnen eine Fürsprecherin, die ihn dazu anspornt, schließlich einer der besten Tänzer der Welt zu werden. Kubas Licht- und Schattenseiten in den 1980ern werden filmisch gestreift, im Mittelpunkt stehen aber das komplexe Verhältnis zwischen Carlos (als Erwachsener vom echten Acosta dargestellt) und seinem Vater (Santiago Alfonso), unterstützt von einigen atemberaubenden Tanzszenen.  \    Peter Hoch