Surma aus Portugal und Frère aus Bochum laden in den  Musikbunker ein.

Das Quartett Frére hat im September letzten Jahres ihr Debütalbum namens „Void“ (Pop-Up Rec.) vorgelegt, die portugiesische Sängerin und Multi-instrumentalistin Surma veröffentlichte ihr Erstlingswerk „Antwerpen“ (Radicalis Music) Mitte März.

Frère ist die Geschichte des 25 Jahre alten Bochumers Alexander Körner, der die empfundene Tristesse seiner Umwelt in eine filigrane, gleichzeitig wuchtige Musik umsetzt. Frère gibt es bereits seit drei Jahren und 150 Auftritte stehen bereits zu Buche. Ihr Sound ist eine stets zwischen verzagter Melodie und wuchtiger Eruption changierende elektronische Post-Folk-Rock-Symbiose, die Stimme von Körner – fragil aber determiniert – tut ihr Übriges dazu. Frère sind auf jeden Fall einen neugierigen Blick für Fans von Jose Gonzalez, Bon Iver, Efterklang oder This Will Destroy You wert!

Die 22-jährige Portugiesin Débora Umbelino, die unter ihrem Alias Surma auftritt, ist in ihrer Heimat bereits zur größten Pop-Hoffnung aufgestiegen. Aber das Land ist ihr zu klein, sie löst sich aus dem nationalen Kontext, als verstandene Kosmopolitin betitelt sie jeden Song ihres Debüts „Antwerpen“ in einer anderen Sprache, sei es „Uppruni“ (faröisch für „Herkunft“) oder „Drög“ (isländisch für „Konzept“). Apropos isländisch. Wäre Björk vor 22 Jahren in Portugal geboren, sie hieße mit Künstlernamen Surma.

Wie die Isländerin schafft Surma mit ihrer ätherischen Stimme und eingesetztem Instrumentarium wundersam instrumentierte Klangwelten, träumerisch, kosmisch, psychedelisch in ihrem klanglichen Mysterium aus Gitarre, Bass, Synthesizern, Effekten und Loops. In diesem Jahr auch zu Gast beim Eurosonic und dem SXSW in Austin, Texas.  \   rm