Nach der Pause im letzten Jahr findet am 16. Juni endlich wieder das „Lothringair“ im Frankenberger Viertel statt. Mitorganisatorin Andrea Nickisch erzählt, wie die aktuelle Planungslage ist und worauf man sich freuen kann. Und wieso Regen keine Option ist.


Wie ist die aktuelle Lage?

Erstaunlich gut. Klar, es gibt immer mal Stolpersteine. Mal springt ein Essensstand ab – so wie beispielsweise heute Morgen – und wir müssen spontan Ersatz finden. Aber wir, besonders ich, sind sehr viel gelassener geworden.

Inzwischen hast Du auch ein festes Helfer-Team um Dich herum.
Mittlerweile besteht das Team aus etwa 15 ehrenamtlichen Helfern. In Teams aufgeteilt, kümmern sie sich zum Beispiel um die Organisation der Infrastruktur, die Verpflegung, die Programm- und Straßengestaltung.

Das heißt, Du kannst Dich entspannt zurücklehnen?

Nein, viele Mitstreiter sind noch vorsichtig, etwas zu entscheiden. Deshalb bin ich in alle Teams einbezogen. Mir fällt es natürlich auch schwer, loszulassen. Dafür macht mir das „Lothringair“ auch zu viel Spaß. Außerdem ist es nicht verkehrt, wenn einer weiß, was die anderen so planen und einen grobe Übersicht über alles hat.

Worauf freust Du Dich persönlich ­besonders?
Es ist schwer, etwas Bestimmtes zu nennen. Wir verzichten bewusst auf einen Headliner – alles zusammen genommen, ergibt ein rundes Programm. Ich persönlich freue mich besonders auf das Agora Theater aus Belgien, die Lesungen des ­syrischen Autors Suleman Taufiq und die von Tobi Katze. Auch musikalisch haben wir wieder eine gute Mischung. Leider müssen wir auch jedes Jahr vielen absagen, weil die Anfragen meist Anfang des Jahres reinkommen. Was viele nicht wissen: Zu dem Zeitpunkt steht das Programm schon weitestgehend. Wir fangen praktisch direkt nach dem „Lothringair“ mit der Planung fürs nächste Jahr an. Zumal wir auch nur begrenzt Slots haben, immerhin sind es nur acht Stunden reine Festivalzeit.

Auch die Läden in der Lothringerstraße sind wieder dabei?
Ja, 20 Läden insgesamt. Darunter alte Bekannte, wie natürlich die Raststätte, das Prozitron oder das Schlafstudio. Neu dabei: Das Atelier Radar’t, das Rhizom 115 und einige mehr. Hinzu kommen die Stände. Neben Design-Ständen gibt es auch ein paar, die nicht unbedingt kulturell sind, aber einen Vorteil fürs Viertel bringen könnten. So wie die Initiative zur Rad-Vorrang-Route von Brand in die Innenstadt. Wir sind ein Stadtteilfest und fragen uns auch immer: Was bringt dem Viertel was?

Vor zwei Jahren musste das „Lothringair“ aufgrund des Regens ausfallen. Könnt Ihr Euch auf Regen vorbereiten?
Jein. Die Bühnen sind ja eh überdacht und man kann in die Läden ausweichen. Aber sich komplett auf Regen vorbereiten, ist weder finanziell noch logistisch möglich. Alles steht und fällt mit dem Wetter. Trotzdem waren auch vor zwei Jahren viele tausend Besucher da. Das freut uns und das wünschen wir uns auch, sollte es dieses Jahr regnen. Wovon wir aber einfach mal nicht ausgehen …  \ cr

16.6.
„Lothringair“
14 Uhr, Lothringerstraße