Bewertung der Redaktion:
Für Noah Lennox, aka Panda Bear wurde mit dem letzten Album "Panda Bear Meets The Grim Reaper" von 2015 ein musikalisches Kapitel abgeschlossen, das sich immerhin über drei Alben zog.

Zeit für einen neuen Ansatz – erneut auf einer Subebene vom Hip-Hop inspiriert, und erneut mit ungewöhnlichen Mitteln umgesetzt. Vor allem die Vocals mäandern mit beinahe penetranten Dringlichkeit durch die Tracks, versehen mit leiernden Effekten, pulsierenden Hallfahnen und einer gewissen kreativen Aufdringlichkeit, die im krassen Kontrast zu den sanften Electro-Folk-Hintergründen steht.

Schroffe Klangpuzzle wie „Inner Monologue“ könnten mit den eiernden Harmonium-Schleifen und der sanft-gepickten Gitarre auch als betagte Folknummer durchgehen, wären da nicht die überlauten, stellenweise verzerrten Stimmen, die sich dreist über jegliche Friedfertigkeit stülpen. Aus beschwingter Krautrock-Passivität wird schnell ein progressiver Horrortrip, dessen Nebenwirkungen man gewachsen sein muss.

Das mit Rusty Santos in Lennox‘ Heimat Lissabon aufgenommene Album will bewusst provozieren, drückt in verstörenden Bassfrequenzen nach vorne, spielt Versöhnlichkeit vor, bei der die Parameter bewusst aus dem Ruder laufen. Was „Buoys“ zu einer durchaus spannenden Erkundungsreise werden lässt, die einem bisweilen gefühlt die Zahnfüllungen rausdrücken möchte.  \    kt

(Domino/Goodtogo)

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