Bei Ostern denken wir an bemalte Eier, Osterhasen und Kinder auf der Suche nach süß gefüllten Nestern. Die Festtagsbräuche bei uns und unseren direkten Nachbarn unterscheiden sich aber teilweise deutlich.

Die ersten Osterhasen lösen in den Supermärkten die Weihnachtsmänner ab und die bunten Eier gibt es wieder zuhauf zu kaufen. Aber was hat es eigentlich mit dem Osterhasen und den Eiern auf sich?

Das gemeinsame Anmalen von Ostereiern und auch die Suche am Ostersonntag gehören nicht nur bei uns einfach dazu. Auch in den Niederlanden und in Belgien werden, vor allem von Kindern, fleißig Eier bemalt. Die schönsten Eier werden in Belgien gerne auf Ostereiermärkten ausgestellt. Solche Märkte gibt es in Teilen von Deutschland auch. Die Suche, die in erster Linie für Kinder gedacht ist, ist in den Niederlanden und Belgien ebenso verbreitet, wie hier bei uns. Auch der Osterhase kommt nicht nur für die deutschen Kinder.

Die Traditionen nebenan: Es geht auch ausgefallener.
In den Niederlanden ist es üblich, an Ostern neue Möbel zu kaufen – oder diese zumindest anzusehen. In Scharen strömen die Niederländer deshalb in große Möbelhäuser. Diese locken oftmals extra schon mit Sonderangeboten und stocken ihr Personal für diese Tage auf. Auch die Geschäfte in Maastricht haben Ostermontag von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Auch bei uns bekannt ist das Eitje Tik, das Eier titschen. Hierbei werden zwei Eier mit der spitzen Seite gegeneinander gestoßen. Der, dessen Eierschale als erstes bricht, hat verloren. Im Internet gibt es sogar Tipps, wie man das Ei am besten halten muss, um möglichst lange mitspielen zu können.

Fliegende Glocken
In Belgien schweigen die Glocken zwischen Karfreitag – der in Belgien kein Feiertag ist – und Ostersonntag. Die Legende der fliegenden Glocken besagt, dass die Glocken an diesen Tagen nach Rom fliegen, um sich segnen zu lassen. In der Zeit können sie natürlich nicht in ihrer heimatlichen Kirche läuten. Wenn sie aus Rom zurück kommen, bringen sie den Kindern Ostergeschenke mit, die die Kinder in den selbstgemachten Osternestern finden. Außerdem werden am Ostersamstag vom Kirchturm kleine Papiereier an Fallschirmchen heruntergelassen. Wer ein goldenes Ei fängt, bekommt einen Preis. Ostern lässt sich auch bei unseren Nachbarn in erster Linie auf christliche Bräuche zurückführen. So gilt sowohl der Hase, als auch das Ei als ein Symbol der Fruchtbarkeit, das in Belgien und den Niederlanden genauso verbreitet ist, wie bei uns.  \    ar