Stephanie Sellin-Springer, 35, ist freiberufliche Choreografin, Mitbegründerin vom Netzwerk ARTbewegt und gibt am Das Da Theater einen Workshop in ­Bewegungstheater für Kinder.


Was machst Du am Das Da Theater?

Im Rahmen meines Wochenendworkshops am Das Da Theater experimentiere ich mit Bewegungen und choreografiere mit Kindern von vier bis sechs Jahren eine kleine Bewegungstheater-Performance. 2016 tanzte ich bei „Airport“ mit und war Kooperationspartner in außerschulischen Tanzprojekten. Seit letztem Jahr arbeite ich auch als Sportlehrerin am Pius-Gymnasium und halte den Spagat zwischen beiden Berufsbereichen.

Beim Das Da Theater seit …
… 2014. Über ein tanzkünstlerisches Projekt hatte ich erstmals Kontakt zum Das Da Theater. Seitdem haben wir schon sechs „Chance Tanz“-Projekte realisiert.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei Dir aus?
Sehr bunt! Morgens kümmere ich mich um meine beiden Kinder. Wenn sie in der Schule sind, geht es in meinen eigenen Unterricht: Sechs Stunden Sport, dann zwei Stunden Vertiefung im Tanzen. Dazwischen habe ich kurz Zeit, um meine kleine Tochter von der Schule abzuholen und mit ihr die Mittagspause zu verbringen. Nach der Schule geht es zu meinen zwei eigenen Tanzensembles in Kohlscheid. Um 18 Uhr habe ich Feierabend und bringe meine ­Kinder ins Bett.

Was fasziniert Dich am Theater?
Die Bewegungsfreude bei Kindern und Jugendlichen – egal, ob beim Tanzen oder im Sportunterricht. Heute erwarten viele, dass ihre Bewegungen direkt so aussehen wie in den Videos, die sie aus dem Internet kennen. Um Bewegungen perfekt auszuführen, braucht es ständige Übung.

Welche Voraussetzungen muss man für Deinen Job mitbringen?
Bewegungsverständnis und pädagogisches Know-How. Aber auch, dass man sich auf große Gruppen einlassen kann und dabei den Blick für die Individualität der Teilnehmer nicht verliert.

Wenn Du nicht beim Theater wärest, wo wärest Du dann?
Tatsächlich bin ich heute genau da, wo ich sein möchte. Die Arbeit geht mir mit Freude und Leichtigkeit von der Hand und ich bin mit voller Überzeugung dabei.

Welches ist Dein wichtigstes ­Arbeitsutensil?
Musik. Und die Kombination von Körper und Sprache: Ich habe mal nach einer Knie-OP versucht, nur mit Worten einzelne Bewegungen anzuleiten, das war eine Katastrophe.

Du hast einen Theaterwunsch frei – der wäre?
Dass die Theaterwelt einen leichteren Zugang zu Förderungen und Sponsoren bekommt. Und dass mehr Zeit bleibt fürs Ausprobieren und Experimentieren. \ano